Malermeister Daniel Born


Unternehmer, Macher & Pragmatiker mit Herz

Geht nicht? Gibt es bei mir nicht. Wer mich kennt, weiß: für jedes Problem gibt´s eine saubere, lösungsorientierte Methode.

Daniel, wenn Du das Malerhandwerk in drei Worten beschreiben würdest, mit welchen?

Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen.

Hand aufs Herz: war der Beruf des Malers schon immer Dein absoluter Traumberuf?

Ehrlich? Nein! Als Jugendlicher wollte ich eigentlich Tierpfleger im Zoo werden. Ich komme aus einfachen Verhältnissen und die Ausbildung zum Maler war 1994 meine Chance, eigenes Geld zu verdienen. Schnell wusste ich: wenn Du im Leben was erreichen und finanziell unabhängig sein willst, musst Du mehr leisten als andere.

Und wann wurde aus dem Job eine echte Berufung?

Ich habe schnell gemerkt, dass mir das Handwerk liegt und ich extrem lösungsorientiert bin. Irgendwann reichten mir die Schuhe als angestellter Malermeister nicht mehr. Ich wollte mein eigener Herr sein, Dinge optimieren und anpacken. Heute bin ich mit voller Leidenschaft Unternehmer. Ich habe mir hier aus eigener Kraft etwas aufgebaut, auf das ich stolz bin. Und deshalb gibt es für mich und mein Team keine Kompromisse: wir holen bei jedem Projekt das Maximum für unsere Kunden heraus.

Gibt es eine Geschichte aus Deiner beruflichen Vergangenheit, die Deinen pragmatischen Stil gut beschreibt?

Oh ja! Bei der praktischen Meisterprüfung sollten wir eine Jugendstil-Wand mit aufwendigen Ornamenten gestalten. Ich habe mir das Motiv vorher komplett fertig als Folie drucken lassen. In der Prüfung habe ich die Folie einfach ausgerollt, aufgeklebt, ausgemalt und abgezogen. Ich war in einem einzigen Tag fertig und damit in einem Fünftel der Zeit! Die anderen Prüflinge haben die vollen fünf Tage fürs Zeichnen und Schablonen-Schneiden gebraucht. Das Ergebnis war absolut perfekt und mein Meisterbrief hängt heute im Büro! Genau das ist Unternehmer-denken für mich: über den Tellerrand schauen, effizient sein und auf den Punkt zum Ziel kommen.

Du führst ein Team von 10 Mitarbeitern. Was ist Dir im täglichen Miteinander am wichtigsten?

Ehrlichkeit, gegenseitiger Respekt und Top-Rahmenbedingungen. Meine Mitarbeiter bekommen Arbeitskleidung, eigene Firmenfahrzeuge und werden übertariflich bezahlt. Ich gebe ihnen viel Freiraum. Sie entscheiden z. B. bei Projekten eigenverantwortlich über ihre Arbeitszeiten. 

Wie geht Ihr mit Fehlern um?

Mir ist wichtig, dass meine Mitarbeiter aus Fehlern lernen und Verantwortung übernehmen. Da wird nicht lange gefackelt, sondern angepackt. Wenn ein Termin drückt, fährt abends auch mal das ganze Team auf die Baustelle und bringt das Ding gemeinsam zu Ende. 

Und welches handwerkliche Missgeschick ist Dir in Deiner Lehre passiert?

Mein allererster Arbeitstag als Lehrling. Ich bin mit zwei Eimern Dispersionsfarbe gestolpert, die Farbe ergoss sich über den Gehweg. Die aufwändige Reinigung musste ich allein bewerkstelligen, das hat ewig gedauert. Übrig geblieben ist ein Fleck auf dem Weg, der nicht weiter aufgefallen ist. Daher bin ich auch keinem Azubi böse, wenn mal was schiefgeht.

Was schätzen Deine Kunden am meisten an Dir und Deinem Team?

Absolute Zuverlässigkeit, saubere Dokumentation und unsere jahrzehntelange Erfahrung. Ob aufwändiger Wasserschaden oder Rauhfaser weiß: der Kunde bekommt eine perfekte, zügige Abwicklung. Und genau das liefern wir. 

Welche Farbe hat eigentlich Dein Wohnzimmer?

Ein ganz heller, warmer Braunton. Zeitlos und gemütlich.

Kaffee oder Energy. Was ist Dein Treibstoff am Morgen?

Ganz klar Kaffee! Ohne den geht morgens gar nichts.

Wenn du am Freitag die Werkstatttür hinter dir schließt: wie ist Dein perfekter Feierabend?

Ordnung schaffen! Wenn es auf unseren Baustellen oder im Betrieb blitzblank ist, hat mein Kopf Frieden. Danach geht es nach Hause zur Familie. Mitunter zum Fußball, das ist seit jeher meine große Leidenschaft. 

Fotos: Silke Habermann

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